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Der Trenchcoat: Geschichte des Elegantesten Mantels der Welt

Der Trenchcoat. Kein anderer Mantel hat diese Fähigkeit, Epochen, soziale Schichten und Kulturen zu durchqueren, ohne jemals ein Gramm seiner Relevanz zu verlieren. Vom Schlachtfeld auf die Laufstege, vom Film...

Der Trenchcoat. Kein anderer Mantel hat diese Fähigkeit, Epochen, soziale Schichten und Kulturen zu durchqueren, ohne jemals ein Gramm seiner Relevanz zu verlieren. Vom Schlachtfeld auf die Laufstege, vom Film noir auf die Straße — der Trenchcoat ist das einzige Kleidungsstück, das zugleich Uniform, Ikone und Basic ist.

Geboren im Schlamm der Schützengräben

Der Trenchcoat verdankt seinen Namen — und seine Existenz — den Schützengräben des Ersten Weltkriegs. Zuvor trugen britische Offiziere schwere Wollmäntel, warm, aber völlig ungeeignet für Regen und Schlamm. Zwei Häuser streiten sich um die Urheberschaft des modernen Trenchcoats: Aquascutum, das bereits 1853 einen wasserdichten Stoff erfunden haben will, und Burberry, dessen Gabardine — eine dicht gewebte, wasserabweisende Baumwolle — britische Offiziere ab 1901 ausstattete.

Das Design des Trenchcoats wird von der Funktion bestimmt. Die Schulterklappen dienen dazu, den Gewehrriemen zu halten. Die Metallringe am Gürtel erlauben es, Ausrüstung zu befestigen. Die Brustklappe schützt vor den vorherrschenden Winden. Die Ärmelspangen lassen sich festziehen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Jedes Detail des Trenchcoats, das uns heute rein ästhetisch erscheint, war ursprünglich eine Antwort auf ein konkretes Problem.

Vom Krieg zum Kino

Nach dem Krieg begann das zweite Leben des Trenchcoats. Militärische Überschüsse überschwemmten den zivilen Markt. In den 1940er Jahren bemächtigte sich Hollywood seiner. Humphrey Bogart in Casablanca, Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany's — der Trenchcoat wurde zu einem filmischen Symbol. Heute ist er überall — und doch bleibt ein guter Trenchcoat ein seltenes Stück.

Wie man seinen Trenchcoat auswählt

Die klassische Länge reicht bis unter das Knie. Eine oberschenkellange Variante ist zeitgenössischer und im Alltag leichter zu tragen. Die Farbe: Beige bleibt die absolute Referenz, aber ein marineblauer oder khakifarbener Trenchcoat hat mehr Charakter. Der Stoff: Baumwollgabardine bleibt dem Original am treuesten. Eine Version aus Kaschmir oder Wolltuch verwandelt den Trenchcoat in einen leichten Wintermantel.

Die Details, die Qualität ausmachen: ein Innenfutter aus Viskose statt Polyester, echte Hornknöpfe, verstärkte Nähte an den Spannungspunkten, ein Kragen, der ohne Versteifung steht.

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